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Am 20.02.2010 hatte die Fachgruppe Wassergefahren einen Einsatz der
anderen Art. Einen Einsatz der nicht alltäglich ist und nicht zu den
Standardaufgaben der Fgr. Wassergefahren gehört.
Der Einsatz war nötig da ein Baum am Ufer eines Nebenarms des Neckars
drohte die gegenüberliegende Be- und Entladestelle einer ansässigen
Firma zu beschädigen. Da dieser weit in die Wasserstraße hereinragte
konnte hier nur eine Fällung ins Wasser (Neckar) vollzogen werden. Zudem
steht der Baum auf einer Insel und diese konnte nur mit dem Boot
erreicht werden.
Nachdem der Einsatzleiter, Kettensägenführer und Fachberater auf die
Insel übergesetzt wurden zeichneten diese am Baum die gewünschten
Fällschnitte an. Als nächstes wurde der Baum mit Hilfe der Seilwinde am
GKW befestigt. Dies war nötig damit der Baum nicht in Richtung Kaimauer
fällt und ein dort befindliches Förderband beschädigen könnte.
Nachdem die Seilwinde unter Spannung gesetzt wurde und zwischen
Einsatzleiter und dem Kraftfahrer des GKW eine gesicherte Funkverbindung
bestand, konnte der Kettensägenführer mit der Fällung beginnen. Zuerst
wurde der Baum am Fuße stark verjüngt um dann mit der Kettensäge (70 cm
Schwert) den Fällschnitt zu setzten. Gegen 12 Uhr hieß es dann "Baum
fällt"
Nachdem der Baum nun wie geplant im Wasser lag, wurde er mit der
Seilwinde vom Ufer weg gezogen und mit dem Boot Richtung Kaimauer
gedrückt. Dort wurde er mit mehreren Seilverbindungen am Kai festgelegt.
Nun konnte das Bergen des Kollos begonnen werden. Hierzu wurden die
bereits in Stellung gebrachten Ladekräne an MAN 6x6 (11mt) und Unimog
(21mt) mit Schalengreifer zum Einsatz gebracht. Vom Mehrzweckboot (MZB)
aus wurden nun immer wieder kleiner Stücke des Baumes abgesägt und von
den Kränen an Land gehoben. Hier kam denn ein weiter Kettensägenführer
zum Einsatz und zerkleinerte diese in Handliche Stücke. Als große Hilfe
diente der vor Ort befindliche Entladekran der ansässigen Firma. Dieser
hatte immer wieder den Baum soweit wie möglich aus dem Wasser gehoben um
dem MZB das Sägen zu erleichtern. Hier war es wichtig das die
Sägestellen immer außerhalb des Wassers gut zugänglich waren.
Um 18 konnte dann mit dem Bergen der beiden größten Stammteilen begonnen
werden. Hierzu mussten die beiden Kranführer nach einem langen Tag noch
einmal Fingerspitzengefühl und ein perfekte Abstimmung zueinander
Abrufen. Dies konnte dann bis 19:30 Uhr erledigt werden.
Nachdem alle eingesetzten Geräte auf dem GKW sicher verstaut und das MZB
ausgebootet wurde, konnte die Rückfahrt in den Ortsverband starten.
Dort angekommen war der Einsatz um 21 Uhr beendet.
Der Baum hatte einen Durchmesser von 120 cm und eine geschätzte Höhe vom
35 Meter.
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